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Führung im Fußballtraining: Drei Hebel, mit denen du jede Einheit zum Führungsraum machst

10. Aug.
11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Die Einheit ist geplant, die Übungen stehen, der Platz ist aufgebaut. Dann beginnt das Training und nach zehn Minuten merkst du: Die Mannschaft ist da, aber nicht dabei. Du erklärst, korrigierst und wiederholst. Am Ende fährst du nach Hause und fragst dich, was fehlt. Genau dort beginnt Führung im Fußballtraining.


Meine Antwort: Führung passiert nicht nur in der Kabine und am Spieltag. Sie passiert in jeder Einheit, in den ersten zwei Minuten, in jeder Rückmeldung und in jeder Aufgabe, die du abgibst. Ich hatte kein Talent, nur Arbeit. Ich weiß, wie es sich anfühlt, fünfmal die Woche zu trainieren und nicht zum Spielen zu kommen. Heute stehe ich selbst als Jugendtrainer am Platz und sehe das Training von der anderen Seite.


In diesem Beitrag zeige ich dir drei Hebel, mit denen du jede Einheit zu einem Führungsraum machst. Dazu bekommst du einen Plan für drei Wochen.


Vielleicht erkennst du diese Einheit. Du stehst am Rand und siehst, wie Spieler Übungen sauber ausführen und dabei innerlich woanders sind. Keiner fragt nach. Keiner bringt eine Idee ein. Nach dem Training ziehen sich alle schnell um. Auf dem Papier war alles in Ordnung, gefühlt hast du eine Mannschaft vor dir, die nur mitläuft.

Das liegt selten an der Übung. Meistens fehlt etwas davor und etwas danach. Davor fehlt die Orientierung. Danach fehlt der Rückhalt, dass das Gezeigte ankommt.


Kurzfassung: Führung im Fußballtraining in drei Schritten

1.     Starte in zwei Minuten. Ziel, Grund und Maßstab der Einheit, bevor der erste Ball rollt.

2.     Gib Feedback in drei Sätzen. Beobachtung, Wirkung, Auftrag.

3.     Gib in jeder Einheit eine Aufgabe ab. Ein Spieler führt etwas, du schaust zu.


Warum das Training der beste Ort für Führung ist

Am Spieltag hast du wenig Einfluss. Du rufst, tauschst aus und hoffst, dass das ankommt, was du im Training aufgebaut hast. Das Training ist der Ort, an dem du jede Woche mehrmals Zeit mit der gleichen Mannschaft hast. Dort entscheidet sich, ob Spieler dir folgen, weil sie müssen, oder weil sie verstehen, was du willst.


Führung im Training heißt nicht, mehr zu reden. Sie heißt, das, was du sagst, bewusster zu setzen. Dafür brauchst du keine neue Methode, sondern drei klare Gewohnheiten.


Ein Vergleich macht den Unterschied sichtbar. Beim ersten Trainer läuft eine Einheit so: Pfiff, Aufwärmen, Übung eins, Übung zwei, Spielform, Auslaufen. Die Spieler erfahren erst im Verlauf, worum es geht. Beim zweiten Trainer beginnt dieselbe Einheit mit zwei Minuten Klarheit, bekommt im Verlauf Rückmeldungen mit festem Muster und endet mit einer Aufgabe, die ein Spieler übernimmt. Die Übungen sind gleich. Der zweite Trainer hat aber ein Training, in dem sich Spieler als Beteiligte erleben.


Dazu kommt ein Nebeneffekt, den viele nicht einplanen. Wer in einer Einheit Orientierung, Rückmeldung und Verantwortung erlebt, kommt in der nächsten pünktlicher und konzentrierter. Du musst weniger kontrollieren. Dein Training verschiebt sich von „Ich setze durch“ zu „Wir arbeiten gemeinsam“.


Schritt 1: Der Zwei-Minuten-Start

Viele Einheiten beginnen mit einem Pfiff und dem Aufbau der ersten Übung. Die Spieler wissen nicht, wohin die Einheit führt. Gib ihnen in zwei Minuten Orientierung.


So gehst du vor:

•       Ziel: Ein Satz, was heute dran ist. Zum Beispiel: „Heute trainieren wir, wie wir nach Ballverlust sofort wieder Druck machen.“

•       Grund: Ein Satz, warum. Zum Beispiel: „Am Samstag haben wir darüber zweimal Gegentore bekommen.“

•       Maßstab: Ein Satz, woran ihr merkt, dass es klappt. Zum Beispiel: „Wir gewinnen den Ball innerhalb von fünf Sekunden zurück.“


Danach beginnt das Training. Spieler setzen um, was sie verstanden haben. Ein Spieler, der den Grund kennt, trainiert anders als einer, der nur die Übung kennt.


Wie das für unterschiedliche Einheiten klingt:

Pressing. Ziel: „Heute trainieren wir, wie wir den Gegner nach dem ersten Pass unter Druck setzen.“ Grund: „Wir lassen ihm im Moment zu viel Zeit am Ball.“ Maßstab: „Der Gegner spielt in drei von fünf Versuchen den langen Ball.“


Abschlussspiel. Ziel: „Heute arbeiten wir an Flanken und der Besetzung im Strafraum.“ Grund: „Unsere Flanken kamen am Wochenende an, im Strafraum war aber niemand.“ Maßstab: „Wir haben bei jeder Flanke mindestens zwei Spieler im Fünfmeterraum.“


Regeneration nach einem harten Spiel. Ziel: „Heute geht es um Erholung und Spielfreude.“ Grund: „Wir haben in den letzten Wochen viel gespielt.“ Maßstab: „Wir gehen mit mehr Energie raus, als wir gekommen sind.“


Drei Dinge machen den Start wirksam:

•       Sprich in der Mitte der Gruppe, nicht von der Seite. Alle sollen dich sehen.

•       Halte dich an zwei Minuten. Wer länger redet, verliert die Aufmerksamkeit.

•       Beende den Start mit einer Frage: „Ist klar, was wir heute erreichen wollen?“ Ein Nicken reicht. Wer unsicher ist, fragt jetzt.


Ein Fehler passiert häufig. Der Start wird zur Ansprache über die vergangene Woche. Dann entsteht Kritik, bevor die Einheit begonnen hat. Halte Rückblicke für Besprechungen bereit. Der Zwei-Minuten-Start schaut nach vorn.


Zum Abschluss der Einheit lohnt sich ein Gegenstück: eine Minute, in der ein Spieler das Ziel von vorhin aufgreift. Wurde der Maßstab erreicht? Es muss nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass die Spieler lernen, Ergebnisse an Zielen zu messen.


Schritt 2: Feedback in drei Sätzen

Feedback im Training ist oft entweder zu knapp („Besser!“) oder zu lang. Beides hilft wenig. Hilfreich ist eine feste Form in drei Sätzen.

1.     Beobachtung: Was du gesehen hast, ohne Bewertung. „Du hast den Ball zweimal sofort abgegeben.“

2.     Wirkung: Was das bewirkt hat. „Dadurch hatte der Stürmer keinen Anspiel.“

3.     Auftrag: Was du dir beim nächsten Mal wünschst. „Beim nächsten Mal nimm den Ball mit und dribble einen Schritt.“


Das funktioniert auch für Lob. „Du bist nach dem Ballverlust sofort angelaufen. Dadurch hatten wir den Ball in drei Sekunden zurück. Genau so weiter.“ Dieses Lob ist konkret. Der Spieler weiß, was er wiederholen soll.


Mehr Beispiele für verschiedene Positionen:

Innenverteidiger. Beobachtung: „Du bist beim Spielaufbau dreimal auf den Mitspieler zugegangen.“ Wirkung: „Dadurch hat er sich im Raum bewegt. Wir hatten Anspielstationen.“ Auftrag: „Mach das auch, wenn der Druck höher ist.“


Außenspieler. Beobachtung: „Du hast bei Ballbesitz die Linie gehalten.“ Wirkung: „Der Gegner musste breit stehen, in der Mitte war Platz.“ Auftrag: „Bleib bei dieser Position, bis der Ball zur Gegenseite geht.“


Stürmer. Beobachtung: „Du hast den Ball zweimal früh abgelegt.“ Wirkung: „Der Spielaufbau lief flüssiger.“ Auftrag: „Versuch es auch einmal mit direktem Abschluss, wenn der Winkel stimmt.“


Wann gibst du Feedback? Es gibt drei Zeitpunkte, die gut funktionieren. Die erste Möglichkeit ist die kurze Unterbrechung innerhalb der Übung. Hier gibst du einen Satz, am besten Lob oder eine einzelne Korrektur. Die zweite Möglichkeit ist die Pause zwischen zwei Übungen. Dort passen alle drei Sätze. Die dritte Möglichkeit ist die Einzelrückmeldung nach der Einheit, wenn etwas nicht öffentlich besprochen werden soll.


Pass deine Sprache an das Alter an. Bei Kindern genügt oft die Kurzform aus Beobachtung und Auftrag. Bei erfahrenen Spielern kannst du die Wirkung als Frage formulieren: „Was hat das ausgelöst?“ So bekommst du ihre Sicht und lernst dazu.

Eine Übung für dich: Mach in einer Einheit eine Strichliste. Auf der einen Seite stehen Rückmeldungen, die Lob enthalten, auf der anderen Seite Korrekturen. Viele Trainer stellen fest, dass sie deutlich mehr korrigieren, als sie loben. Du musst das Verhältnis nicht ändern. Du musst nur wissen, wo du stehst.


Gib Feedback an einen Spieler nicht vor der ganzen Gruppe, wenn es um einen Fehler geht. Nimm ihn kurz zur Seite oder sprich in der nächsten Pause mit ihm.


Schritt 3: Gib eine Aufgabe ab

Ein Spieler, der nur Anweisungen bekommt, wartet. Ein Spieler, der eine Aufgabe hat, denkt mit. Du brauchst dafür keine große Rolle, eine kleine genügt.


Das kannst du pro Einheit abgeben:

•       Ein Spieler führt das Aufwärmen.

•       Ein Spieler teilt die Gruppen für die Spielform ein.

•       Ein Spieler fragt am Ende: „Was nehmen wir aus der Einheit mit?“


Wechsle die Spieler, damit auch die aus der zweiten Reihe drankommen. Du siehst dabei, wer Verantwortung sucht und wer sie meidet. Das sagt dir mehr, als jede Ansprache.


Damit eine Aufgabe nicht ins Leere läuft, brauchst du drei Dinge. Erstens einen klaren Auftrag: „Du führst heute das Aufwärmen, es dauert zehn Minuten und endet bei der Pylonenreihe.“ Zweitens einen Rahmen: „Die Übungen sind frei wählbar, aber alle sind in Bewegung.“ Drittens eine kurze Rückfrage hinterher: „Wie war das für dich?“

Beginne klein. Am Anfang genügt es, wenn ein Spieler die Gruppen einteilt. Mit der


Zeit wächst die Aufgabe:

1.     Gruppen einteilen

2.     Eine Übung anleiten

3.     Das Aufwärmen führen

4.     Nach dem Training die Rückmeldung der Mannschaft einsammeln

5.     Einen neuen Spieler in die Abläufe einführen


Was passiert, wenn die Aufgabe schiefgeht? Dann hilft es, nicht sofort einzugreifen. Lass den Spieler die Situation lösen, sofern kein Risiko für andere besteht. Besprich danach in einem Satz, was er das nächste Mal anders machen würde. Der Spieler lernt aus dem Fehler. Die Gruppe sieht, dass Fehler erlaubt sind.


Achte darauf, wen du auswählst. Wenn immer dieselben drei Spieler Aufgaben bekommen, merken es die anderen. Mach dir eine Liste und hake ab, wer schon dran war. Das Tempo ist zweitrangig. Wichtiger ist, dass jeder einmal Verantwortung spürt.


Eine Beispieleinheit im Ablauf

Wie die drei Schritte in eine Einheit von neunzig Minuten passen, zeigt dieser Ablauf:

•       Minute 0 bis 2: Zwei-Minuten-Start mit Ziel, Grund und Maßstab.

•       Minute 2 bis 15: Aufwärmen, geführt von einem Spieler. Du beobachtest.

•       Minute 15 bis 35: Hauptübung zum Tagesthema. Du gibst zwei bis drei

Rückmeldungen in drei Sätzen, eine davon als Lob.


•       Minute 35 bis 40: Kurze Pause. Du gehst zu einem Spieler, mit dem du eine Einzelrückmeldung hast.


•       Minute 40 bis 70: Spielform. Du greifst nur ein, wenn der Maßstab nicht eingehalten wird.


•       Minute 70 bis 85: Abschlussspiel. Ein Spieler teilt die Teams ein.


•       Minute 85 bis 90: Ausklang. Ein Spieler stellt die Abschlussfrage: „Was nehmen wir aus der Einheit mit?“


Du siehst, dass kaum Zeit für Extras verbraucht wird. Die Schritte ersetzen keine Übung. Sie stehen zwischen den Übungen. Der Zeitaufwand liegt bei etwa zehn Minuten, die du sonst für Erklärungen, Wiederholungen und Disziplinierungen brauchst.


Typische Fehler im Training

Der Start dauert zu lange. Aus zwei Minuten werden sieben. Die Spieler bewegen sich nicht mehr, die Konzentration sinkt. Stell dir einen Timer oder bitte den Co-Trainer, dich zu stoppen.


Feedback wird zur Predigt. Aus drei Sätzen werden zehn. Der Spieler hört nur noch das Ende. Halte dich an die Form.


Lob nur für das Ergebnis. „Gutes Tor!“ sagt dem Spieler, dass das Ergebnis zählt. „Du hast dich früh gelöst, deshalb war er frei“ sagt ihm, was er wiederholen soll.


Aufgaben nur an Leistungsträger. So verstärkst du die Hierarchie, die du eigentlich öffnen willst.


Aufgaben ohne Rückmeldung. Der Spieler hat etwas geleistet und hört nichts dazu. Beim nächsten Mal fehlt ihm die Lust.


Dein Plan für drei Wochen

1.     Woche 1: Beginne jede Einheit mit dem Zwei-Minuten-Start. Schreib nach dem Training auf, ob die Mannschaft anders eingestiegen ist.

2.     Woche 2: Gib in jeder Einheit mindestens zwei Rückmeldungen in drei Sätzen, eine davon als Lob.

3.     Woche 3: Gib in jeder Einheit eine Aufgabe ab und wechsle die Spieler. Frag am Ende der Woche zwei Spieler, was sich für sie verändert hat.


Grafik: Drei Schritte für Führung im Training mit Start, Feedback und Aufgabe
Führung im Training: erst die Richtung, dann das Feedback, dann die Aufgabe.

Führung im Training bei verschiedenen Altersgruppen

Die drei Schritte funktionieren in jedem Alter. Du passt nur die Form an.


Kinder bis zehn Jahre. Der Start dauert eine Minute und ist bildhaft. Statt „Maßstab“ fragst du: „Woran merken wir, dass wir es geschafft haben?“ Das Feedback ist kurz: ein Satz zu dem, was gut war. Dazu ein Satz zu dem, was beim nächsten Mal ausprobiert wird. Aufgaben sind einfach, etwa Hütchen aufbauen oder die Teams einteilen.


Jugend ab zwölf Jahren. Hier wächst das Bedürfnis nach Begründung. Der Start darf ausführlicher sein. Gib den Spielern die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen. Aufgaben wie das Aufwärmen oder die Auswertung stärken das Selbstbild und den Zusammenhalt.


Erwachsene Amateure. Sie bringen Berufserfahrung mit und erwarten Respekt. Begründungen sind besonders wichtig. Feedback darf direkter sein, solange es sachlich bleibt. Aufgaben können größer sein: Kleingruppenführung, Auswertung, Organisation.


Leistungsbereich. Die Zeit ist knapper, die Erwartung höher. Konzentriere dich auf einen Zwei-Minuten-Start mit klarem Ziel und auf präzises Feedback. Aufgaben richten sich an Führungsspieler und stärken die Eigenverantwortung.

Wie du Spieler unterschiedlicher Erfahrung in einer Gruppe führst, ist eine eigene Aufgabe. Hier hilft es, Spieler mit weniger Erfahrung zu Paaren mit erfahrenen Spielern zusammenzubringen. Der Erfahrene bekommt eine Aufgabe, der Jüngere einen Ansprechpartner.


Wenn die Mannschaft skeptisch reagiert

Nicht jede Mannschaft nimmt neue Gewohnheiten sofort an. Gerade wenn du bisher anders gearbeitet hast, wundern sich Spieler über den Start. Manche grinsen, manche schauen auf die Uhr. Das ist normal.


Drei Dinge helfen in dieser Phase:

•       Sag, was du vorhast. Ein Satz reicht: „Ich will euch künftig besser erklären, wohin die Einheit geht. Sagt mir nach zwei Wochen, ob es hilft.“ Damit machst du aus einer Veränderung ein gemeinsames Experiment.

•       Halte durch. Nach der ersten Einheit ist es oft holprig. Nach der vierten wird es normal. Brich nicht nach dem ersten Schmunzeln ab.

•       Nimm Rückmeldungen ernst. Wenn ein Spieler sagt, der Start sei zu lang, kürze ihn. Dann siehst du, dass die Mannschaft mitdenkt.


Auch Co-Trainer reagieren manchmal verhalten. Wenn sie fürchten, dass du ihnen Raum nimmst, gib ihnen einen Teil ab. Der Co-Trainer kann zum Beispiel das Feedback in der Spielform übernehmen, während du den Gesamtblick behältst.


Dein Notizzettel für das Training

Du brauchst keine App. Ein Zettel in der Tasche reicht. Schreib vor der Einheit auf:

1.     Ziel, Grund, Maßstab in je einem Satz.

2.     Zwei Spieler, denen du eine Rückmeldung in drei Sätzen geben willst, davon einer mit Lob.

3.     Den Spieler, der heute eine Aufgabe bekommt.


Nach der Einheit ergänzt du zwei Zeilen: Was hat funktioniert? Was ändere ich beim nächsten Mal? Mit der Zeit merkst du, welche Formulierungen bei deiner Mannschaft ankommen. Viele Trainer sagen, dass dieser Zettel mehr Wirkung hat als ein weiteres Fachbuch, weil er jede Woche zeigt, wo sie stehen.


Prüf nach drei Wochen, was sich verändert hat. Achte auf diese Zeichen: Spieler kommen früher zur Einheit. Es gibt mehr Rückfragen. Die Wiederholungen deiner Anweisungen werden weniger. Wenn zwei davon eintreten, bist du auf dem richtigen Weg.


Einwände, die du vielleicht hast

„Ich habe nur wenig Zeit pro Einheit.“ Der Zwei-Minuten-Start spart dir Zeit, weil du später weniger erklären musst.


„Meine Spieler sollen spielen, nicht reden.“ Das tun sie. Die drei Gewohnheiten dauern zusammen wenige Minuten.


„Das klingt nach Moderator, nicht nach Trainer.“ Du bleibst der Trainer. Du gibst nur Aufgaben ab, nicht die Entscheidungen.


„Meine Spieler erwarten, dass ich Ansagen mache.“ Das darfst du weiterhin tun. Die drei Schritte ergänzen deine Ansagen. Mit Ziel, Grund und Maßstab werden sie klarer, nicht weicher.


„Bei Kindern funktioniert das nicht.“ Es funktioniert, wenn du die Sprache anpasst. Statt „Maßstab“ sagst du „Woran merken wir, dass es klappt?“ Kinder verstehen das schneller als manche Erwachsene.


„Wenn ich Aufgaben abgebe, wird es unruhig.“ Anfangs ja. Nach zwei, drei Einheiten gewöhnt sich die Mannschaft daran. Die Unruhe, die bleibt, zeigt dir meistens, wo ein Konflikt liegt.


Häufige Fragen

Muss ich alle drei Schritte in jeder Einheit machen? Nein. Am Anfang reicht einer pro Woche. Der Zwei-Minuten-Start ist am leichtesten und bringt die schnellste Wirkung.


Was mache ich, wenn ein Spieler die Aufgabe ablehnt? Frag nach dem Grund. Oft steckt Unsicherheit dahinter. Biete eine kleinere Aufgabe an und steigere sie später.


Wie kann ich prüfen, ob meine Spieler den Start verstanden haben? Frag am Ende der Einheit zwei Spieler, was das Ziel war. Wenn beide es nennen können, ist die Botschaft angekommen.


Brauche ich dafür einen Co-Trainer? Nein, aber er hilft. Er kann Zeit stoppen, Beobachtungen notieren und Rückmeldungen mitgeben.


Gilt das auch für Torwarttraining? Ja. Beim Torwart passt vor allem das Feedback in drei Sätzen, weil Bewegungen dort sehr konkret beschrieben werden können.


Wie ich mit Trainern arbeite

Ich hatte kein Talent, nur Arbeit. In den 90ern spielte ich semiprofessionell, mit Vertrag, neben der Bundeswehr. Dann hatte ich einen laufenden Vertrag, den ich ein Jahr lang nicht erfüllen konnte. Ich trainierte fünfmal die Woche und kam nicht zum Spielen. Mir ging die Lust am Fußball verloren.


Das war kein Scheitern. Es war eine Erkenntnis: Fußball braucht mehr als Technik und Einsatz. Es braucht Menschen, die sich von innen kennen.


Ich war Spieler, Ausbilder und Führungskraft und stehe selbst als Jugendtrainer am Platz. Ich kenne beide Seiten der Kabine.


Was dahinter steht:

•       Business-Coach (SGD), Sport-Mentaltrainer und Stress- und Burnout-Coach (Academy of Sport)

•       15 Jahre Führung in der Wirtschaft, Führungskräfte und Teams entwickelt

•       Kandidatur für den Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg (2020)

•       100 Menschen und 20 Teams begleitet


Leistung allein reicht nicht. Persönlichkeit macht den Unterschied.


Dein nächster Schritt

Schreib heute Abend für das nächste Training drei Sätze auf: Ziel, Grund und Maßstab. Sag sie vor dem ersten Ball. Mehr braucht es für den Anfang nicht.


Du willst wissen, wie du Führung im Fußballtraining in deiner Mannschaft umsetzt und was dein nächster Schritt ist?


Schreib mir über carstenrollik.com.

 
 
 

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